Zu den Herausforderungen einer gesunden Ernährung gibt es nur wenige Langzeitstudien, die sich dann teilweise auch noch widersprechen. Auf dieser Seite finden Sie die Argumentation zum Thema:

Industriell verarbeitete Kohlenhydrate

Der Körper steuert das Sinken des Blutzuckerspiegels mit dem Hormon Insulin und die Anreicherung mit Glukagon in Richtung 'Normalwert' der zwischen 60 und 100 mg/dl liegen kann. Insulin und Glukagon wird in der Bauchspeicheldrüse produziert. Je stärker der Blutzuckerspiegel variiert, desto mehr Hormone müssen produziert werden. Je konzentrierter die Kohlenhydrate im Essen, desto stärker die Variation des Blutzuckerspiegels. Auszugsmehle und Industriezucker sind maximal konzentrierte Kohlenhydrate. Bauchspeicheldrüsen unter Dauerstress geben die Hormonproduktion irgendwann auf - das nennt man dann Diabetes. Warum sollte diese Art Überbeanspruchung nicht auch in anderen Organen stattfinden?

Für Vollkornmehl wird vom Getreidekorn sowohl die 'Verkapselung' als auch der Keim gemahlen, für Auszugsmehl lediglich der Keim. In der 'Verkapselung' stecken ungesättigte Fettsäuren, Vital- und Ballaststoffe - also alles, was gesund ist ...und die Kohlenhydratkonzentration senkt. Die Fettsäuren werden allerdings schnell ranzig, nagen also an der Haltbarkeit. Die Erfindung der Auszugsmehle ist also in erster Linie technisch begründet. Das Ziel war eine möglichst lange Lagerfähigkeit.

Industriezucker, egal ob Kristallzucker oder Glukosesirup, erfahren die größtmögliche Nährstoffreduktion: Die Rohstoffe aus der Zuckerrübe werden gepreßt und gekocht, gewaschen und getrocknet.

Passive chemische und physikalische System streben immer einen Zustand der chemischen und energetischen Ausgeglichenheit an. Nun ist der menschliche Organismus nicht wirklich passiv, dennoch wirken auch hier physikalische und chemische Grundgesetze. Wenn man also Zucker oder Auszugsmehl ißt, nimmt man Konzentrate zu sich, die ausgeschiedenen Abprodukten werden aber mindestens mit Mineralien angereichert sein. Stoffkonzetrationen wie Industriezucker wirken also als eine Art 'Minusnahrung', besonders in großen Mengen.